Wildnis im Suppentopf – die Mücke auf Kräutersuche in Graz

Sonnenstrahlen kitzeln die Nase, blauer Himmel und überall sprießt es, wächst es, blüht es. Kaum eine von uns Zweiflüglern  zieht es bei diesen Gegebenheiten nicht nach draußen. Die graza mücke hat diese schönen Tage genutzt, um ihre Umgebung und vor allem die Pflanzen in ihrer Umgebung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen  und auf ihre Genießbarkeit  zu prüfen.

Fern ab von asphaltierten Wegen und beliebten Hunde-Gassigeh-Strecken, in den Tiefen der grazer Wildnis (auch bekannt als ist Graz-Wetzelsdorf) machte sich die graza mücke, bewaffnet mit einem Pflanzenführer und Stoffsackerl, auf die Suche nach Wildkräutern.  Was auf den ersten Blick alles nach demselben Grün aussieht, bekommt auf den zweiten Blick Form und vor allem Vielfalt. Es gilt: Augen auf und bewusst auf den Boden richten.

 

Fund Nummer 1: Der Löwenzahn.  Derzeit erfreut dieser Zweiflügler mit seiner gelben Blüte und wird bald als Pusteblume so manches Kind (oder auch nicht Kind) beschäftigen.  Heute gilt es aber seine Blätter zu sammeln.

SONY DSC

SONY DSC

 

Der Spitzwegerich: während Mücke noch ein wenig auf die Blüten dieses Krauts warten muss, sprießen seine länglichen Blätter bereits einige Wochen aus dem Boden vieler Wiesen.  Also: ab ins Stoffsackerl damit.

SONY DSC

SONY DSC

 

Auch von der dritten Pflanze werden die Blätter benötigt: Schafgarbe.

SONY DSC

SONY DSC

Als Viertes  landet die allseits bekannte Brennnessel in unserer Tasche. Auch wenn wir relativ schnell bereuen, keine Handschuhe  mitzuhaben. Trotz besonderer Vorsicht  beim Pflücken sind juckende rote Punkte auf den Händen nicht zu vermeiden.

SONY DSC

SONY DSC

Fund Nummer 5: Giersch. Dieser wächst vorwiegend an schattigen, feuchten Stellen. Für ihn gilt: Wenn man Giersch findet, dann meist in großen Mengen. Dem Wildgemüse wird nämlich nachgesagt, sich unkrautartig zu vermehren.

SONY DSC

SONY DSC

Bereits auf dem Heimweg fiel uns noch ein letztes Kraut ins Auge: die Gundelrebe. Ein unscheinbares Gewächs mit kleinen lila Blüten, das die graza mücke von ihrer Oma kennt.

SONY DSC

Die Kräuter im Gepäck geht‘s ab nach Hause, schließlich soll aus den Kräutern auch noch eine Suppe werden: Gewaschen, (klein)geschnitten, (mit Zwiebel an)gedünstet, (mit Mehl) gestaubt und in Gemüsesuppe aufgekocht. Schlussendlich noch püriert und mit Hafer Cuisine und Soja Sauerrahm-Ersatz verfeinert (denn diesmal kocht die graza mücke vegan).

SONY DSC

SONY DSC

 

Zugegeben: Auch die graza Mücke war skeptisch, ob aus dem bunten Grünzeug eine leckere Suppe werden kann. Doch die Zweiflüglergeschmacksnerven wurden überzeugt :)
Mückenfazit: Genauer Hinschauen lohnt sich! Es muss nicht immer aus dem Supermarkt oder dem Garten sein, unsere Umgebung bietet viel mehr, als wir auf den ersten Blick erkennen.

 

Ein großes Dankeschön gilt diesmal an das Team vom Reformhaus Sonnenfrosch (Zinzendorfgasse 5, 8010), das uns bei der Auswahl veganer Alternativen zur Verfügung stand und diese für den Beitrag auch bereit stellte.

SONY DSC

1042 Total Views 1 Views Today